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Karos Weihnachtsland

Der Nikolaus und der Abendstern - Eine Weihnachtsgeschichte von der Autorin Brigitte Sahr

Wie ihr sicher wisst, kommt der Nikolaus nicht nur zu den Menschenkindern, sondern auch zu den Tieren.So geschah es auch vor vielen vielen Jahren. Es war wieder kurz vor Mitternacht, da besuchte er den Hasen Butz, das Eichhörnchen Murkel und den Fuchs Lefty. Jedes Jahr, wenn er die drei Tiere in der Adventszeit besuchte, durfte sie sich eine Geschichte von ihm wünschen. Dann saßen sie zusammen auf einem Baumstamm und der Nikolaus erzählte. An diesem Abend saßen sie auch auf einen dicken Baumstamm und über ihnen leuchtete der Polarstern, auch Abendstern genannt."Lieber  Nikolaus", baten die drei, "erzähle uns doch einmal eine Geschichte vom Abendstern". Der Nikolaus überlegte kurz, dann sagte er: "Eine Geschichte vom Abendstern wollt ihr hören? Na, dann passt einmal gut auf. Der Abendstern ist nämlich ein guter Freund von mir. Von ihm kann ich euch viele Geschichten erzählen, doch eine wird euch sicher ganz besonders gefallen, also seid ganz still und hört gut zu". Butz,  Murkel und Lefty waren mucksmäuschenstill und spitzten die Ohren. "Also!, begann der Nilkolaus und putze sich seine dicke Nase: "Es war einmal an einem besonders kalten Winterabend. Keine einzige Wolke war am Himmel und Polly, so nenne ich meinen guten Freund, schien hell und klar vom Himmel herab. In den Häusern der Menschen schien ein warmes Licht und aus den vielen Schornsteinen stieg dicker Qualm. Auf den Straßen lag eine dünne Eisschicht. Die Menschen sind vernünftig, bei diesem kalten Wetter nicht mehr aus dem Haus zu gehen,  dachte Polly und wollte sich gerade einem seiner Sternchen zuwenden,  als er unten vor einem Waldstück etwas aufblitzen sah. Nanu, dachte er verwundert, sollte ich mich geirrt haben und doch noch jemand draußen herumlaufen? Da zog gerade der Mond in die Milchstrasse ein und wollte seinen Platz einnehmen. "Guten Abend, Vater Mond", grüßte Polly freundlich. "Ist das nicht ein Hundewetter?" Der Mond war noch gar nicht richtig wach und hatte seine Schlafmütze auf. "Uuaaahhh", gähnte er,  "wer? Wie? was ist los?"  Polly grinste: "Ich sagte,  das sei heute ein  Hundewetter." Der Mond blinzelte mit den Augen. "Es scheint ziemlich kalt zu sein oder irre ich mich?" -  "Na,  davon rede ich doch die ganze Zeit",  lachte der Abendstern. "Ach so,  na ja --uuaaahhh!"  gähnte der Mond schon wieder. "Wohl schlecht geschlafen,  wie ?"  fragte Polly und strahlte dem Mond genau in die Augen. " Ähhh! Auah! Was soll denn das?"  kniff der Mond beide Augen zusammen. "Wieso ist das denn hier so ekelhaft hell? Ich denke, es ist Nacht!" - " Stimmt!" lachte Polly wieder. "Ich wollte sie nur etwas munter machen." Der Mond schien endlich aufzuwachen. "Was ist hier oben eigentlich los? Wo bleibt denn mein Kaffee?"  Polly winkte einem Stern. "Bring dem Vater Mond seinen Kaffee", sagte er zu ihm.  Dann wurde er ernst. "Lieber Vater Mond, ich glaube,  wir haben da unten ein kleines Problem zu lösen." Mit  "da unten"  meinte der Abendstern natürlich die Erde. "Was gibt es denn da unten schon wieder für ein Problem?"  fragte der Mond und schlürfte an seinem Kaffee. "Ich habe da draußen in der Kälte ein kleines Kätzchen gesehen.  Es scheint sich verirrt zu haben. Wenn wir ihm nicht helfen, wird es diese Nacht nicht überleben." Es ist doch immer das gleiche mit den Viechern, dachte der Mond grimmig. Er hatte sich auf eine schöne ruhige Nacht gefreut. Daraus würde wohl nichts werden.Schade! "Was ist denn nun mit dem dummen Vieh?"  Wollter er dann wissen. "Tja", sagte Polly,  "ich glaube, wir müssen ihm mit unserem Licht den Weg nach Hause zeigen." - "Auch das noch", verdrehte der Mond die Augen. "Na gut. Zeige mir mal den Ausreißer." Polly leuchtete zu dem Waldstück hinüber.  Tatsächlich!  Da saß das Käzchen immer noch ganz verschüchtert.  Der Mond leuchtete die nähere Umgebung ab. Dann sah er ein kleines Haus. Dort muss es wohl wohnen, dachte er. Doch wie locken wir sie dorthin? Am besten schicken wir ihm Prinz Sternschnuppe.
Er war gerade mitten in eine Sternenschar hineingeflogen. "Sternschnuppe"  Komm doch bitte kurz zu uns herüber!", rief der Mond ihm zu. Sternschnuppe kam. "Was gibt's denn,  Chef?"  fragte er den Mond. "Dort unten hat sich ein Kätzchen verlaufen und sitzt jetzt in der eiskalten Nacht  draußen. Geh doch mal runter und bringe es nach Hause" - "Wird gemacht, Chef!" antwortete Sternschnuppe und -zzsch - weg war er. Unten angekommen, sprach er beruhigend auf das erschrockene Kätzchen ein und leuchtete ihm den Weg. Das Kätzchen folgte ihm unsicher. Dann hatte es auch das Haus entdeckt. "Miau", machte es und verschwand im Kellerfenster. Prinz Sternschnuppe flog zurück zum Himmel. "Gut gemacht", lobte ihn der Mond."Hoffentlich geschieht heute nicht noch mehr", meinte Polly."Ich will nämlich noch meinen guten Freund, den Nikolaus besuchen." Das tat er dann später auch, denn die Nacht blieb ruhig.So endete die  Geschichte von Polly, dem Abendstern , und  Butz, Murkel und Lefty freuten sich, denn sie hatte ihnen gut gefallen.

 
(C)Brigitte Sahr
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Karos Weihnachtsland
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Weihnacht
Ein herzliches und fröhliches,
aber auch besinnliches Weihnachtsfest
mit ein paar stillen Momenten und
ruhigen Tagen, mit Zeit für Liebe
und Freundschaften, für Familie und alles,
was einem lieb ist. Gemeinsamkeiten
genießen, in weihnachtlichen Düften
schwelgen, Zeit haben, gegenwärtig sein,
den Augenblick auskosten,
und sich ganz dem Sein der Zeit
überlassen ohne sich mit unnötigen
Gedanken an ein Morgen zu verlieren,
das noch nicht da ist.
Einfach nur sein und sich mit diesem Sein
vertrauensvoll dem Kommenden hingeben,
ohne Angst, aber mit viel Freude
und Leidenschaft für das, was wir gerade tun.
Glück und Gesundheit kommen
dann von ganz alleine.
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Für Dich
Einen Engel wünsch ich Dir,
der Dir unterwegs begegnet.
Einer komm und bleib bei Dir,
der Dir hilft und der Dich segnet.
Einen Engel wünsch ich denen,
die in Traurigkeit und Sorgen
sich nach Licht und Liebe sehnen,
einen Engel heut und morgen.
Einen Engel wünsch ich uns,
dass wir von ihm sehen lernen
und die hohe, schwere Kunst:
Leisen hören in dem Lärmen.
Einen Engel sende Gott
zu uns her in diesen Tagen,
dass wir seine Botschaft hören
und danach zu leben wagen.
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