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Karos Weihnachtsland

Der falsche Nikolaus - Eine Weihnachtsgeschichte der Autorin Brigitte Sahr

Es ist bald wieder soweit!Ihr kennt doch auch den Nikolaus oder?Zu mir kommt er auch immer noch, obwohl ich schon sehr alt bin!Wißt ihr aber auch, dass es nur  e i n e n  Nikolaus gibt? Wenn ihr um die Weihnachtszeit mit euren Eltern nach Köln zum Einkaufen fahrt, laufen viele Nikoläuse durch die Geschäfte und auch im Fernsehen gibt es immer welche zu sehen. Das sind aber keine echten, sondern echte Betrüger oder Hilfsnikoläuse, die vom echten Nikolaus jedes Jahr eingestellt werden, um ihm zu helfen. Er bekommt nämlich jedes Jahr  von großen und kleinen Kindern aus aller Welt so viele Briefe mit so vielen Wünschen, dass der echte Nikolaus es alleine einfach nicht mehr schafft! So war es auch im vergangenem Jahr. Die größten und wichtigsten Geschenke  brachte immer der echte Nikolaus zu den Kindern! Er machte gerade seinen Schlitten startklar. Rudolph, sein treues Rentier, war auch schon bereit. Endlich holte der Nikolaus den großen Sack mit den vielen Geschenken und packte ihn auf den Schlitten. Dann setzte er sich selbst darauf und gab Rudolph ein Zeichen,dass er losfliegen sollte. Schon zog Rudolph an und flog mit dem Schlitten durch die Milchstrasse. Nicht lange, da steuerte es auch schon auf das erste kleine Haus zu, in dem ein kleiner Junge wohnte. Er hatte sich vor drei Tagen beim Schlittschuhlaufen den linken Fuß gebrochen und konnte nicht herumlaufen,  wie er es gerne getan hätte. Er hatte sich vom Nikolaus einen kleinen Computer gewünscht, damit er sich nicht so langweilte. Da er immer ein braver Junge gewesen war, wollte der Nikolaus ihm diesen Wunsch auch gerne erfüllen. Natürlich hatte er auch vorher mit seinen Eltern gesprochen und die waren damit auch einverstanden. Nun hielt der Schlitten vor dem kleinen Haus. Der Nikolaus stieg ab und hob den schweren Sack mit den Geschenken herunter, um den Computer für den Jungen herauszuholen.Er öffnete den Sack und - na, was war denn das??? Keine Geschenke kamen zum Vorschein, sondern ein kleines Männchen,  das als Nikolaus verkleidet war! Der große Nikolaus schnappte nach Luft. " Ja, das ist doch wohl die Höhe!"  rief er aus. " Wer bist d u denn und was fällt dir ein, dich im Geschenkesack zu verstecken???" Das kleine Männchen aber lachte sich halb tot. " Na?"  kicherte es, "habe ich den großen Nikolaus nicht schön reingelegt?"  Der alte Nikolaus machte immer noch große Augen über das , was er vor sich sah. " Ja, aber warum wolltest du mich denn  hereinlegen?" fragte er verständnislos. " Na",  meinte das kleine Männchen. "Erinnerst du dich denn gar nicht mehr an Mich?" Der alte Nikolaus runzelte die Stirn. "Tut mir leid,  aber ich erinnere mich tatsächlich nicht mehr. Was war denn? Das kleine Männchen lachte schon wieder in sich hinein. " Na,  du hast mich doch im letzten Jahr hinausgeworfen!" Der alte Nikolaus war sprachlos."I c h soll dich hinausgeworfen haben? Wann und wieso denn?" Das kleine Männchen kicherte immer noch. "Ich wollte dir doch helfen,  den großen und kleinen Kindern ihre Geschenke zu bringen. Deshalb habe ich dich gefragt,  ob ich das darf.  Du hast mich nur angesehen und gesagt, ich sei dazu viel zu alt und zu schwach!  Ich sollte lieber wieder gehen. Das hat mich sehr geärgert und ich habe mir damals vorgenommen,  dir zu zeigen, dass du so nicht mit mir umspringen kannst!"  Der große  Nikolaus strich sich über seinen weißen Bart. "jetzt fällt es mir wieder ein",  sagte er . "Aber das habe ich doch gar nicht böse gemeint.  Ich dachte nur, dieAufgabe ist einfach zu schwer für dich." - "Ph!"  machte das Männchen und tippte sich an die Stirn. "Sooo schwach bin ich aber nicht!  Darum habe ich heimlich die Geschenke aus dem Sack genommen und sie schon alle verteilt! was sagst du nun???"  Der große Nikolaus aber sagte erst einmal gar nichts, sondern war sprachlos vor Staunen.  Das hätte er dem kleinen Männchen  wirklich nicht  zugetraut. " Alle Achtung",  sagte er  " das hast du wirklich alles alleine geschafft?" Das kleine Männchen warf sich stolz in die Brust. "Na klar habe ich das!"  sagte es. "Dann hast du mich alten Kerl ja wirklich ganz schön reingelegt", musste der Nikolaus eingestehen."Nun, wenn du wirklich so stark und fleißig bist, dann ernenne ich dich hiermit zu meinem Ehrenhilfsnikolaus. Einverstanden?" Das kleine Männchen wurde vor Freude und Stolz ganz rot im Gesicht. "Au, ja", strahlte es. "Das ist genau das richtige für mich!" So kam es, dass der echte Nikolaus wieder einen tüchtigen Helfer mehr für seine grosse und schwere Arbeit gewonnen hatte. Ist euch das kleine Männchen im letzten Jahr vielleicht auch begegnet?  Nein? Na, dann trefft ihr es sicherlich in diesem Jahr.
 
(C)Brigitte Sahr
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Karos Weihnachtsland
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Weihnacht
Ein herzliches und fröhliches,
aber auch besinnliches Weihnachtsfest
mit ein paar stillen Momenten und
ruhigen Tagen, mit Zeit für Liebe
und Freundschaften, für Familie und alles,
was einem lieb ist. Gemeinsamkeiten
genießen, in weihnachtlichen Düften
schwelgen, Zeit haben, gegenwärtig sein,
den Augenblick auskosten,
und sich ganz dem Sein der Zeit
überlassen ohne sich mit unnötigen
Gedanken an ein Morgen zu verlieren,
das noch nicht da ist.
Einfach nur sein und sich mit diesem Sein
vertrauensvoll dem Kommenden hingeben,
ohne Angst, aber mit viel Freude
und Leidenschaft für das, was wir gerade tun.
Glück und Gesundheit kommen
dann von ganz alleine.
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Für Dich
Einen Engel wünsch ich Dir,
der Dir unterwegs begegnet.
Einer komm und bleib bei Dir,
der Dir hilft und der Dich segnet.
Einen Engel wünsch ich denen,
die in Traurigkeit und Sorgen
sich nach Licht und Liebe sehnen,
einen Engel heut und morgen.
Einen Engel wünsch ich uns,
dass wir von ihm sehen lernen
und die hohe, schwere Kunst:
Leisen hören in dem Lärmen.
Einen Engel sende Gott
zu uns her in diesen Tagen,
dass wir seine Botschaft hören
und danach zu leben wagen.
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