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Karos Weihnachtsland

Der arme Rudolph - Eine Weihnachtsgeschichte der Autorin Brigitte Sahr

Schaut euch bloß einmal an, was mit unserem armen Rudiolph geschehen ist! Das hätte er sich selber sicher auch nicht träumen lassen. Er ist wahrhaftig im dicksten Neuschnee steckengeblieben! Dabei hat es der Nikolaus heute ganz besonders eilig, denn er wollte Katrin und Nikola besuchen. Die warten nämlich schon auf  ihn! Doch nun müssen sie wohl noch etwas länger warten, denn erst muss Rudolph aus dem tiefen Schnee befreit werden. Habt ihr vielleicht eine gute  Idee, wie man das am besten machen könnte? Vielleicht mit einen großen Kran oder einen Bagger? Na, der Nikolaus hat sicher auch eine Idee, wie das zu schaffen ist. Hören wir uns doch einfach an,  wie er das gemacht hat! Was sagt ihr? Ihr wißt schon wie? Richtig! Mit einem großen Schneepflug! Woher wusstet ihr das denn eigentlich? Na ja, ist auch egal. Auf jeden Fall habt ihr richtig getippt. Der Nikolaus war natürlich völlig aus dem Häuschen, als er Rudolph vor den Schlitten spannen wollte und ihn nirgends finden konnte." Verflixt,  wo steckt der Junge bloß schon wieder. Er weiß doch, dass ich es eilig habe. Katrin hat mir doch extra eine Mail geschickt, damit ich auch pünktlich komme und nun so etwas!" sprach der Nikolaus und rief  immer wieder nach Rudolph. " Warum schreist du denn so," hörte er da plötzlich eine Stimme hinter sich. " Hier bin ich doch. Hilf mir lieber hier heraus!" Der Nikolaus fuhr erschrocken herum. Tatsächlich! Ein paar Meter entfernt sah er seinen Rudolph bis zum Hals im Schnee stecken. " Warum schaust du denn so blöd? Hast du noch nie ein Rentier im Schnee gesehen?" Der Nikolaus wollte etwas erwidern, doch fehlten ihm die Worte. " Ja, wie hast du  das denn angestellt?"  fragte er und schüttelte den Kopf. " Was heißt hier,  angestellt? Ich habe überhaupt nichts angestellt."  sagte Rudolph . " Ich war gestern abend noch einmal hier draußen und wollte ein bisschen mit Lona flierten. Irgendwie bin ich dann eingeschlafen und als ich heute morgen erwachte , steckte ich im tiefen Schnee fest. Muss tüchtig geschneit haben - heute Nacht." Der Nikolaus musste nun doch lachen. " Hätte ich mir denken können.Diese Lona hat es dir wohl mächtig angetan, wie?" - " Klar", meinte Rudolph, "ist doch wohl auch ein süßer Käfer oder?   Aber nun hol mich endlich hier heraus,  denn mir wird allmählich kalt!"   Der Nikolaus überlegte kurz. Rudolph war nicht gerade ein Flliegengewicht. Also war es wohl am besten, ihn frei zu räumen. Der Schneepflug stand ja hinter dem Haus. Der Nikolaus holte ihn und und fuhr einige Male um Rudolph herum und räumte den vielen Schnee beiseite. Nach einer halben Stunde hatte er es geschafft. Rudolph stand wieder im Freien! Er schüttelte sich einmal kräftig  und war nun auch noch von den letzten Schneeflocken erlöst." Hadschiii!" machte er.
Das klingt nach einem beginnenden Schnupfen, dachte er. Da hilft nur  ein steifer  Grog! Darum sagte er  zum Nikolaus: " Ich muss erst was trinken, hole du schon einmal  die Geschenke für Kathrin und Nikola. Ich beeile mich."  Rudolph lief in die Küche. Wo steht denn nur der Rum, dachte er. Der wird mich wieder warm machen. Habt ihr vielleicht schon einmal gehört, dass Rentiere Rum trinken??? Na,  ich  auch nicht. Das wird ja was schönes geben! Endlich hatte er die Rumflasche gefunden. Ach,  dachte er, Tee muss nicht sein.Der Rum wirkt sicher auch ohne. Er nahm einen kräftigen Schluck - und - igitt! Der schmeckt ja gar nicht. Na, vielleicht beim nächten Schluck.So ging es noch ein paar mal und nach jedem Schluck dachte er, na,  schmeckt doch ganz prima! Langsam wurde seine Nase rot und seine Augen verdrehten sich, doch er merkte es nicht. Er wusste nicht,  wieviel Zeit vergangen war, als der Nikolaus hereinkam." Wo bleibst ------" wollte er gerade fragen, da sah er auch schon die Bescherung. " Oh Gott!"  rief er und starrte auf Rudolph.  Der saß auf dem Boden,  die Beine verkreuzt, den Kopf schief gelegt und die Rumflasche vor sich. "Ja,  was ist denn hier los?!" Rudolph sah zu ihm hinüber." Wwwwwas ssssoll denn l-l-los sein,  hick", lallte er." Mir wwwwar nnnur etwas kkkalt." Der Nikolaus schüttelte den Kopf " Das sehe ich", sagte er, " und was ist jetzt mit Nikola und Katrin?" - " Hick,  wwwas sssoll mit ddden beiden ssssein?!" - " Na,  die warten doch auf ihre Geschenke!"  - A-a-ach sssso!"  lallte Rudolph, " Nnna,  dann ffffliegen wir mal l-l-los!" - " Das kommt gar nicht in Frage!" gab der Nikolaus zurück. Er war ärgerlich. " Du schläfst erst einmal deinen Rausch aus! Ich werde den beiden eine Nachricht schicken, dass wir später kommen." " Hick -nnna gut", meinte Rudolph, kippte um und versank in tiefen Schlaf. " So was hat der Himmel auch noch nicht erlebt", murmelte der Nikolaus und ging hinaus, um den beiden eine Mail zu schicken. Wie die Geschichte weitergegangen ist, habe ich leider nicht mehr erfahren können. Ich hoffe aber, ihr habt eure Geschenke noch bekommen.

 

(C)Brigitte Sahr

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Karos Weihnachtsland
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Weihnacht
Ein herzliches und fröhliches,
aber auch besinnliches Weihnachtsfest
mit ein paar stillen Momenten und
ruhigen Tagen, mit Zeit für Liebe
und Freundschaften, für Familie und alles,
was einem lieb ist. Gemeinsamkeiten
genießen, in weihnachtlichen Düften
schwelgen, Zeit haben, gegenwärtig sein,
den Augenblick auskosten,
und sich ganz dem Sein der Zeit
überlassen ohne sich mit unnötigen
Gedanken an ein Morgen zu verlieren,
das noch nicht da ist.
Einfach nur sein und sich mit diesem Sein
vertrauensvoll dem Kommenden hingeben,
ohne Angst, aber mit viel Freude
und Leidenschaft für das, was wir gerade tun.
Glück und Gesundheit kommen
dann von ganz alleine.
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Für Dich
Einen Engel wünsch ich Dir,
der Dir unterwegs begegnet.
Einer komm und bleib bei Dir,
der Dir hilft und der Dich segnet.
Einen Engel wünsch ich denen,
die in Traurigkeit und Sorgen
sich nach Licht und Liebe sehnen,
einen Engel heut und morgen.
Einen Engel wünsch ich uns,
dass wir von ihm sehen lernen
und die hohe, schwere Kunst:
Leisen hören in dem Lärmen.
Einen Engel sende Gott
zu uns her in diesen Tagen,
dass wir seine Botschaft hören
und danach zu leben wagen.
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